Abfahrt: Von Langenselbold nach Salzburg

Die Vorfreude schon Monate vorher war einfach gigantisch. Ein komplettes Haus mit Pool hatten wir rechtzeitig im Ort Vodice, zwischen Zadar und Split gebucht. Solch eine Tour ist noch keiner von uns mit so vielen Motorrädern gefahren. Wird alles gut gehen? Bitte keine Unfälle, keine Umfälle und keine Ausfälle, dass waren die einzigen Befürchtungen. Eine Anfahrt über 3 Tage hatten wir uns vorgenommen, dies sollte auch ausreichen.

Wir trafen uns, wie soll´s anders sein, am Autohof Langenselbold am frühen Morgen. Bro Manfred, der leider nicht mitfahren konnte, erwies uns aber einen Besuch und wollte die Abfahrt der Mitglieder mitbekommen.

Es gibt zur Abfahrt nicht viel zu sagen außer, alle hatten gute Laune und freuten sich auf die folgenden Tage. Die erste Tour führte uns mit wenigen Tankstops, bei trockenem Wetter zum Rasthof Irschenberg, wo Reiner und Birgit (unsere Freunde aus dem Fränkischen) schon auf uns warteten. Die beiden hatten schon ein Motorradwochenende im Allgäu hinter sich und wollten uns einige Tage begleiten.

Weiter ging es, vorbei am Chiemsee nach Urstein, südlich von Salzburg. Hier übernachteten wir in einem Hotel, nahe der Tauernautobahn A10.

 

Tag 2: Von Salzburg über die Alpen bis nach Rijeka

Ganz so trocken wie am ersten Tag blieben wir leider nicht. Das Lustige daran: In den Tauerntunnel trocken rein und aus dem Tauerntunnel raus in einen Wolkenbruch. Hier zogen wir zum ersten Mal unsere Regenklamotten an. Wie oft wir diese Klamotten an dem Tag noch an und aus zogen, konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen.

Das Wetter an dem Tag war: Sonne, dann wieder Regen, dann wieder Sonne ….etc. Kurzum, wir zogen uns die Regenklamotten bestimmt viermal an und aus. Die Tour führte uns von Salzburg, über Obertauern, Villach ins Slowenische Ljubljana und von dort an unser Etappenziel Rijeka in Kroatien. Über den Dächern von Rijeka, mit Blick auf die ausladende Meeresbucht, bezogen wir unser Hotel.

Tag 3: Von Rijeka zum Zielort Vodice, entlang der Küstenstraße

Hierzu können wir nicht viel berichten, außer ….. TRAUMHAFT!

Wir benötigten für die letzten 360 Kilometer einen ganzen Tag, aber jeder Kilometer hat sich gelohnt.

 

Ankunft am Ferienhaus:

 

Eine Woche mit Poolpartys, Strandgängen, gutem Essen, guten Getränken und zwei wirklich sehr schöne Ausfahrten. Es war verdammt warm und das Motorradfahren war nur in leichter Bekleidung auszuhalten. Mit Ausflügen nach Murter, Tisno, Rogoznica, ins Krka Naturschutzgebiet mit seinen Wassertreppen bei Roski Slap und den Krkaer Wasserfällen.

Lasst die Bilder auf euch wirken.

 

Im Krkaer Naturschutzgebiet und auf einer der vorgelagerten Inseln an der kroatischen Küste

 

Rückfahrt nach Hause:

Auch der schönste Urlaub geht mal vorüber. In Vodice starteten wir gegen 10:00 Uhr und fuhren diesmal nicht die Küstenstraße, sondern über die Autobahn im Hinterland Kroatiens. Bevor es über die Kroatischen Hinterlandberge ging hatten wir noch einen Tankstopp auf der Tankstelle Tifon bei Rovanjska, hier erlebten wir Unglaubliches.

„Nachdem alle Motorräder aufgetankt und wir noch am Sammeln und Trinken waren, kamen etliche hochpreisige Sportwagen zum Tanken angerauscht. Schätzungsweise 20-25 Stück, von SLS-AMG über Ferrari bis Porsche.
Die Fahrerinnen und Fahrer nahmen an einer Länder übergreifenden Rally teil, der „six2six“. Sie kamen aus den verschiedensten Ländern und die meisten freuten sich uns zu treffen und bewunderten unsere Motorräder. Einige gute Gespräche, tolle Fotos und gute Laune später fuhren wir weiter.
Nach einer halben Stunde tauchten die „Rennfahrer“ wieder in unseren Rückspiegeln auf und fuhren alle etwa 5 Kilometer direkt neben uns her. Wir blockierten praktisch die komplette Autobahn. Danach fuhren sie mit Vollgas an uns vorbei, schossen von uns Fotos und alle gaben Handzeichen zum Abschied“.

Am späten Nachmittag kamen wir im Slowenischen Maribor an und konnten unsere kleine Pension beziehen. Nach ein paar Runden Sommerrodelbahn (P.I.T., Jens und Mosi) und einem sehr guten, reichhaltigen italienischen Essen, konnten wir der vorletzten Etappe ins Auge sehen.

Am nächsten Tag durchquerten wir die breiteste Stelle Österreichs. Der Weg führte uns von Maribor über Graz, Liezen und Wels direkt nach Passau. In Süden von Passau bezogen wir für die letzte Nacht wieder ein Hotel. Auf dem Weg nach Passau telefonierte Mosi noch mit Jacky, dem President des VRU-NOMADS MC und kündigte unser Kommen an. Der VRU-NOMADS MC und die Roadcrawlers-Hessen pflegen eine innige Freundschaft und so ließ es sich Jacky, seine Frau Moni und der Sigi nicht nehmen, uns in Passau zu besuchen. Es war ein schöner und gelungener Abend mit unseren Freunden der VRU.

Hier fehlen leider die Bilder

Der letzte Tag der Heimreise begann mit dicken Regenwolken, allerdings hatten wir sehr viel Glück und es erwischte uns nicht zu hart.

„Ja, wenn Engel (Crawlers) reisen!“

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